Holunderbeeren

Bildnachweis: lilu_foto (Gettyimages). canva

5 Nahrungsmittel, die Sie nicht roh essen sollten

Ohne Erhitzen gibt es weniger Nährstoffverlust, doch diese Nahrungsmittel sollten Sie gegart verzehren.

 

Einige Vitalstoffe in unseren Nahrungsmitteln gelten als hitzeempfindlich. Klar, dass wir grundsätzlich den Vitaminverlust eines Lebensmittels geringer halten können, indem wir das Gemüse oder Obst roh essen.
Übrigens gibt es auch eine Ernährungsbewegung, die aus diesem Grund eine "Raw-Food"-Ernährung (Rohkost-Ernährung) bevorzugt. Raw-Foodies verzichten weitestgehend auf ein Erhitzen der Lebensmittel über 42 Grad, um möglichst viele Nährstoffe zu erhalten. Dabei bevorzugen sie meist eine vegane oder vegetarische Ernährungsweise.

Doch welche Nahrungsmittel sollten Sie auf keinen Fall roh verzehren? 

 

 

 

 

Ich habe Ihnen hier einen Überblick zusammengestellt.

 

  1. Grüne Bohnen
    Diese gehören botanisch gesehen zu den Hülsenfrüchten, werden aber eher zum Gemüse gerechnet. Sie sind nicht so eiweißreich wie Erbsen, Kichererbsen, Linsen, Lupine und Sojabohnen.
    Der Inhaltsstoff Phasin (ein Eiweiß, das zur Gruppe der Lektine gehört) in den Bohnen kann sich im Darm mit Kohlenhydraten verbinden, so dass es zu Verklumpungen kommt. Dies kann zu einer verminderten Nährstoffaufnahme und auch zur Schädigung der Darmschleimhaut führen. Durch den Kochvorgang wird die Eiweißstruktur zerstört, wobei Sie das Kochwasser bitte verwerfen.

  2. Hülsenfrüchte
    Gemeint sind hier die Klassiker (weiße, schwarze oder rote) Bohnen, Erbsen, Kichererbsen, Linsen, Lupine und Sojabohnen. Diese enthalten, neben Lektinen, auch Substanzen, die die Tätigkeit von eiweißspaltenden Enzymen im Darm blockieren können. Es handelt sich dabei um Proteaseinhibitoren, die verhindern können, dass unser Körper Eiweiß aus der Nahrung aufnimmt. Auch hier gilt: Kochen und das Kochwasser nicht weiter verwenden.
    Tipp:
    Bitte nutzen Sie auch das Einweichwasser nicht weiter, denn in diesem sammelt sich Stachyose aus den Hülsenfrüchten. Dieses Kohlenhydrat wird nur durch Dickdarmbakterien abgebaut und das kann unangenehme Blähungen verursachen.

  3. Kartoffeln
    Belichtung bei der Lagerung und Stress während des Wachstums fördern die Bildung des giftigen Alkaloids Solanin in Kartoffeln. Auch in unreifen oder gekeimten Kartoffeln ist Solanin zu finden. Allerdings besitzt Solanin eine gute Wasserlöslichkeit, so dass es beim Kochen ins Wasser übergeht. Natürlich sollten Sie auch dieses nicht weiter verwenden. Ein Überdosis an Solanin kann sich in Übelkeit, Erbrechen und Krämpfen äußern. Vermeiden Sie es grundsätzlich, unreife und gekeimte Kartoffeln zu essen.

  4. Holunderbeeren
    In den schwarz-violetten Steinfrüchten ist das blausäurehaltige Glycosid Sambunigrin enthalten, das Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen kann. Durch Hitzeeinwirkung wird diese Substanz zerstört.
    Tipp:
    Erhitzen Sie die Holunderbeeren mindestens 20 Minuten auf über 80 Grad.

  5. Maniok
    Noch nie gehört? Bei Maniok handelt es sich um eine stärkereiche Wurzelknolle aus Brasilien, die aber auch bei uns angeboten wird. Dieses, auch als "Tropenkartoffel" bezeichnete Wolfsmilchgewächs, enthält Linamarin, ebenfalls ein blausäurehaltiges Glycosid. Also gilt auch hier: auf keinen Fall roh verzehren, sondern immer erhitzen.

 


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