Gemüsechips

Alternative Gemüsechips -

 ein gesunder Snack?

 

 

Stimmt es oder stimmt es nicht?

In einer Umfrage der Stiftung Warentest mit 744 Teilnehmern befanden 40% der Befragten Gemüsechips für gesünder als Kartoffelchips, 47% für vergleichbar.
Genaueren Angaben zufolge werden den Gemüsechips Eigenschaften wie weniger Salz und weniger Kalorien zugeschrieben.

Wie sieht es in der Realtität aus?

 

 

 

Die industrielle Herstellung von Gemüsechips ähnelt derer von Kartoffelchips: das Gemüse (Karotten, Pastinaken, Rote Bete, Süßkartoffeln, Zucchini) wird in Scheiben geschnitten, frittiert, gesalzen und abgepackt. Das lässt den Schluss zu, dass der Fettgehalt nicht ohne sein dürfte...

Im direkten Nährwertvergleich der Stiftung Warentest zeigt sich folgendes Bild:

  • Fettgehalt: Gemüsechips haben im Durchschnitt sogar ein wenig mehr Fett als Kartoffelchips
  • Kaloriengehalt: bei beiden Chipssorten ähnlich
  • Salzgehalt: in Gemüsechips findet sich etwas weniger Salz
  • Zuckergehalt: deutlich höher bei den Gemüsechips
  • Ballaststoffgehalt: deutlich höher bei den Gemüsechips

Am Fett- und Kaloriengehalt gibt´s nichts zu rütteln, hier stehen die Gemüsechips den herkömmlichen Kartoffelchips in nichts nach.
Der Zuckergehalt liegt hoch, da die verwendeten Gemüsesorten natürlicherweise viel Zucker enthalten, der sich durch den Trocknungsvorgang noch konzentriert. Derselbe Effekt zeigt sich auch bei Trockenfrüchten. Gemüsechips enthalten im Durchschnitt rund 25% Zucker.
Die WHO empfiehlt eine tägliche Salzzufuhr von 5 g, davon ausgehend deckt eine Portion Gemüsechips von 50 g bereits 10% dieser empfohlenen Tagesmenge.
Einzig positiv zu bewerten ist der Ballaststoffgehalt von Gemüsechips, im Vergleich zu Kartoffelchips dreimal so hoch.

Fazit:
Von vielen als gesunde Alternative zu Kartoffelchips gehypt, zeigt sich, dass Gemüsechips nicht gesünder sind als Kartoffelchips, sieht man einmal von ihrem Ballaststoffgehalt ab. Der lässt sich durch Rohkost und Vollkornprodukte besser decken.
Wer dennoch auf der Suche nach einem etwas gesünderen Snack ist, kann ihn sich leicht selbst herstellen, nämlich Gemüsechips aus dem Ofen.
Einfach das gewünschte Gemüse in Scheiben schneiden, mit etwas Olivenöl, Kräutern (z. B. Kräutern der Provence) und wenig (!) Salz vermischen. Das Gemüse auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech möglichst weit auseinander ausbreiten, dann wird es knuspriger. Dann bei ca. 150 Grad Ofentemperatur ca. 20 bis 30 Minuten backen.
Wichtig: immer wieder die Ofentür aufmachen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Quellen:
Stifung Warentest. Gesund ist anders. Ernährung und Kosmetik. test 9/2017
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Sind Gemüsechips gesünder als Kartoffelchips?

 

 

 

 



 

 

 

 

 

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